Ich habe Träume

Ich habe Träume

«Mit 17 hat man noch Träume» … und danach? das wahre Leben?

«Traum» geht auf das althochdeutsche «troum» zurück, doch die Herkunft des Wortes bleibt im Dunkeln. Passt. Irgendwie. Träume … Schäume …

Hätte aber Josef nicht auf die Engel gehört, die ihm im Traum erschienen, hätte es über seinen Sohn Jesus wohl nicht mehr viel zu berichten gegeben. Und Jakobs Traum von der Himmelstreppe, auf der die Engel zwischen Himmel und Erde pendeln, heisst doch, der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

2000 Jahre später, 1963, ist Martin Luther King am Träumen, davon, dass sein Traum zu Ende geht und jeder Mensch gleich wertvoll und frei wie alle seine Mitmenschen lebt.

«I have a dream … »

Warum ist das eigentlich ein Traum?

Meine Träume sehen so aus:

  • Meinen Bestand an Gegenständen so zu reduzieren, dass die Sachen in mein Wohnmobil passen
  • Swahili lernen
  • mein Didgeridoo und/oder meine Klarinette spielen lernen
  • mit dem Velo
  • von Tel Aviv nach Jerusalem
  • von New York nach Los Angeles
  • einmal von Beach zu Beach um Australien herum.

Einen grossen Traum, wohl den Traum meines Lebens, habe ich gelebt, aus meiner persönlichen «Sehnsucht nach dem ganz Anderen». Nachdem ich bei erstbester Gelegenheit vom Elbufer in die Schweiz umgezogen war, vielleicht Halt am Horizont der Berge fand; nachdem ich dann mit dem Mietauto die weiten Landschaften im Südwesten der USA durchfahren hatte und nachdem ich auf der ersten Reise nach Australien am anderen Ende meiner Welt gelandet war, wusste ich, vom ersten Tag an: das ist mein Biotop. 18 Monate später fing ich als Auslandkorrespondent in Sydney an.

Mein Traum. Wahr geworden. Ganz weit weg. Englische Sprache. Endlos. Die Strassen. Die Strände. Schön. Traumhaft. Die Wüsten. Dream time. My own dreaming. Und dann wurde, dank meinem Freund Peter, bei den Warlpiri als Michael Japangardi aufgenommen …

Dann wurde mir bewusst, geografisch konnte ich nicht weiter weg gehen. Würde ich weiter meiner Sehnsucht nachgehen, hinter den Horizont zu schauen, würde ich mich von jetzt ab wieder der Nordsee nähern … Als wir dann 1990 von Sydney aus unsere Freunde in Little Rock, Arkansas, besuchten (Über mich), via Ex-Königreich Hawai’i, hatte ich schliesslich alle Längengrade unseres Globus überflogen.

Sämtliche Breitengrade, das dürfte unerreichbar bleiben; immerhin habe ich auf Flügen in die USA Grönland-Eis gesehen und auf einem Sightseeing-Flug von Melbourne aus das Türkis von Antarktis-Eisschollen.

Auf Hawaii hatte ich einen Augenschein von Pearl Harbour genommen; 2014 folgte Auschwitz-Birkenau, in der Nähe von Oświęcim ((LINK)); Nagasaki, an einem 9. August, steht noch aus. Aber das sind nicht Träume. Sondern so etwas wie ein Pflichtprogramm. Mich interessiert Geschichte.

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